Topthemen-PFAS

Chemische Verbindungen lassen sich mit mechanischer Energie schnell, nachhaltig und ressourcenschonend herstellen. Nanoporöse organische Gerüststrukturen aus der Kugelmühle eignen sich als Filter, um per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen aus Wasser zu entfernen. Beitrag von Maroof Arshadul Hoque, Jan Lisec, Franziska Emmerling in den Nachrichten aus der Chemie. (Zugriff für Mitglieder in der GDCh-App unter https://gdch.app/article/mit-gruener-synthese-zu-sauberem-wasser-4154760).
Am 7. und 8. April führte Think-Tank PFAS der GDCh gemeinsam mit dem Sonderforschungsbereich 1349 „Fluor-Spezifische Wechselwirkungen” an der FU Berlin die Tagung „PFAS – Avoidable, Replaceable, Indispensable?!“ durch. Beitrag von Ruth Bieringer, Sebastian Riedel, Markus Große Ophoff in den Nachrichten aus der Chemie. (Zugriff für Mitglieder in der GDCh-App unter https://gdch.app/article/pfastagung-in-berlin-4152250).
Eine Studie des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) zeigt: Bei den Temperaturen und Verweilzeiten, die europäische Müllverbrennungsanlagen üblicherweise nutzen, verursachen Fluorpolymerabfälle kaum Emissionen per- und polyfluorierter Alkylsubstanzen (PFAS). Beitrag von Hans‐Joachim Gehrmann, Anna Maria Holfelder in den Nachrichten aus der Chemie. (Zugriff für Mitglieder in der GDCh-App unter https://gdch.app/article/fast-vollstaendig-verbrannt-4147330)
Ob es gerechtfertigt ist, Per- und Polyfluoralkylsubstanzen (PFAS) in der EU als gesamte Stoffgruppe zu verbieten, diskutieren Wirtschaft, Politik und Wissenschaft. Das Beispiel der Oxime zeigt, welche Folgen es hat, wenn Einzelstoffe anstelle einer gesamten Stoffgruppe bewertet und in der Nutzung beschränkt werden. Beitrag von Clemens Magerkurth und Reinhold Rühl in den Nachrichten aus der Chemie. (Zugriff für Mitglieder in der GDCh-App unter https://gdch.app/article/einzelstoffe-oder-gruppen-regulieren-4145565 )
Per- und polyfluorierte Kohlenwasserstoffe widerstehen Temperaturen über 1000 °C kaum. Auch Elektrooxidation und Plasmaverfahren zerstören die Stoffe teilweise. Forscher versuchen zudem, sie mit Bornitrid oder superkritischem Wasser zu eliminieren. Weitere Ansatzpunkte dafür sind die nicht fluorierten sauerstoff- oder schwefelhaltigen Reste dieser Substanzen. Beitrag von Christian Ehrensberger in den Nachrichten aus der Chemie. (Free Access in der GDCh-App unter https://gdch.app/article/die-suche-nach-der-achillesferse-4140286
Das vorgeschlagene EU-Verbot aller per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen betrifft auch die Outdoor-Branche, denn diese Stoffe werden in atmungsaktiven Membranen und wasserabweisenden Textilbeschichtungen eingesetzt. Wie das ohne diese Substanzen funktioniert, erläutert Bettina Roth, Leiterin des Qualitätsmanagements beim Outdoor-Ausrüster Vaude im baden-württembergischen Tettnang. Interview von Uta Neubauer in den Nachrichten aus der Chemie. (Zugriff für Mitglieder in der GDCh-App unter https://gdch.app/article/interview-endverbraucher-haben-kritisch-nachgefragt-4138471)
Die Europäische Chemikalienagentur Echa bereitet die Regulierung per- und polyfluorierter Alkylsubstanzen, kurz PFAS, vor. Allein die Umweltpersistenz der Substanzen rechtfertige ein umfassendes Verbot, meint Juliane Glüge von der ETH Zürich. Sie vertritt die European Chemical Society in Sitzungen der Echa, die sich mit dem PFAS-Verbot beschäftigen. Interview von Uta Neubauer in den Nachrichten aus der Chemie. (Zugriff für Mitglieder in der GDCh-App unter https://gdch.app/article/regulierung-per-und-polyfluorierter-substanzen-4138463)
Der GDCh Thinktank PFAS, der die Stellungnahme erarbeitet hat, besteht aus Vertreterinnen und Vertretern von GDCh-Fachstrukturen aus Industrie und Hochschule: GDCh Arbeitsgemeinschaft Fluorchemie (AG F), GDCh-Fachgruppen Makromolekulare Chemie (MC), Analytische Chemie (AC), Junge WirtschaftschemikerInnen (JuWiChem) der Vereinigung für Chemie und Wirtschaft.
Diese Publikation wurde innerhalb der GDCh kontrovers diskutiert. Unter anderem veröffentlichte der Vorstand der GDCh-Fachgruppe Umweltchemie & Ökotoxikologie (U&Ö) eine Ergänzungen zur GDCh-Stellungnahme. Zur Stellungnahme, der Ergänzung und weiteren Diskussionen innerhalb der GDCh
Viel wird im Moment über PFAS (Per- and Polyfluorierte Alkyl-Substanzen) geredet. Denn es wird ein mögliches Verbot von PFAS in der Europäischen Union diskutiert. Im September-Heft der Nachrichten aus der Chemie diskutieren zwei Expert:innen über ein Verbot von PFAS. Zum Beitrag.
Per- und polyfluorierte Kohlenwasserstoffe sind persistente Umweltgifte. Zurzeit werden verstärkt Routineverfahren für die chemische Analytik und das Biomonitoring entwickelt. Beitrag von Christian Ehrensberger in den Nachrichten aus der Chemie. (Zugriff für Mitglieder in der GDCh-App unter https://gdch.app/article/wildschweinleber-als-bioindikator-4134838 )
Es könnte ein Vorschlag mit weitreichenden Folgen für die chemische Industrie und uns als Verbraucherinnen und Verbraucher werden. Denn es wird ein mögliches Verbot von PFAS – speziellen per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen – in der Europäischen Union diskutiert. Allgemeinverständlicher Beitrag von Dr. Jörg Wetterau in Faszination Chemie (zum Beitrag)