
Primo-Levi-Preis

Am 3. Dezember 2025 wurde Nobelpreisträger Professor Jean-Marie Lehn in der Sala Zuccari des italienischen Senats in Rom mit dem Primo-Levi-Preis 2025 ausgezeichnet, was seinen bedeutenden Beitrag zur Förderung der transnationalen wissenschaftlichen Zusammenarbeit und zur Überwindung historischer sowie politischer Diskrepanzen in der chemischen Gemeinschaft würdigt.
Mehr Informationen zum Primo-Levi-Preis für Jean-Marie LehnPressemitteilung
Mit dem Primo-Levi-Preis werden Chemikerinnen und Chemiker geehrt, die sich über ihr Fach hinaus in besonderer Weise für humanitäre Ziele einsetzen. Der Preis wurde im Jahre 2016 von der GDCh zusammen mit der SCI, der Società Chimica Italiana, eingesetzt.
Der Preis wird vergeben in Erinnerung an Primo Levi (1919 - 1987), den italienischen Chemiker und Schriftsteller, der als junger Mann im antifaschistischen Widerstand und jüdischer Religionszugehörigkeit nach Auschwitz deportiert wurde. Dort musste er in einem chemischen Labor der IG Farben-Bunawerke Zwangsarbeit leisten.
Er überlebte.
Primo Levi verarbeitete das Erlebte literarisch und schuf Weltliteratur. Außerdem teilte er seine Beobachtungen und Erlebnisse in zahllosen Begegnungen mit anderen. Sein Engagement ging also weit über seinen Beruf als Chemiker hinaus. Zeitlebens hat er schreibend oder sprechend sein Anliegen verfolgt, die Realität des Lagers und was sie aus den Menschen macht, in Worte zu fassen.
Mehr Informationen zu Primo Levi| 2025 | Jean-Marie Lehn, Strasbourg/Frankreich |
| 2023 | Henning Hopf, Braunschweig |
| 2019 | Vincenzu Balzani, Bologna/Italien |
| 2017 | Roald Hoffmann, Ithaca, NY/USA |
Ex officio:
Präsident/Präsidentin der GDCh, (Federführung): Prof. Dr. Ruth Bieringer (2026 & 2027)
Präsident/Präsidentin der SCI, (Federführung): Prof. Dr. Gianluca Farinola (2023 - 2025)
GDCh Geschäftsführer: Dr. Tom Kinzel, Frankfurt a.M. (als Sekretär ohne Stimmrecht)
Ein Mitglied der Familie Levi: Prof. Dr. Renzo Levi, Turin/IT
weitere Mitglieder:
Prof. Dr. Margherita Venturi, University of Bologna
Prof. Dr. Francesco de Angelis, L'Aquila/IT
Dr. Peter Gölitz, Weinheim
Prof. Dr. Katharina Kohse-Höinghaus, Universität Bielefeld