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Stiftungen und Fördermöglichkeiten

Scimus et Sciemus Stiftung

Scimus et Sciemus Stiftung

Scimus et Sciemus-Stiftung

Auszug aus der Präambel

"Die von den Stiftern Hannelore und Bernhard Kissler errichtete gemeinnützige Scimus et Sciemus Stiftung dient der Förderung der Grundlagenforschung, insbesondere auf dem Gebiet der Reinen Organischen Chemie. Die Stiftung ruht im Glauben an die Kraft der Naturwissenschaften, die Welt allmählich enträtseln zu können, so daß die Menschen eines Tages erkennen werden, was die Welt im Innersten zusammenhält."

weiterhin heißt es

"Werner Heisenberg hat 1971 in seinem Aufsatz „Die Bedeutung des Schönen in der exakten Naturwissenschaft” daran erinnert, welch eminente schöpferische Kraft dem Schönen als postuliertes Prinzip des Seienden an sich zu allen Zeiten für das Auffinden des Wahren innewohnt. In der Betrachtung als schön empfundene Dinge sind in der Natur wie in der bildenden Kunst mit hoher Symmetrie verknüpft, in der Physik und Mathematik mit der Symmetrie von Gleichungen, in der Chemie mit der Symmetrie von Molekülen und Strukturen. Daher würdigt die Stiftung, ruhend im Glauben an den Zusammenhang zwischen Ästhetik und wissenschaftlicher Erkenntnis, die Anwendung von Symmetrieprinzipien und die Erforschung hochsymmetrischer Verbindungen in der Chemie sowie ihren interdisziplinären Wissenschaften."

Vollständige Präambel
Die Stifter

Bernhard Erwin Kissler, Jugend Forscht Preisträger und ausgezeichnet mit dem Sophie-Bernthsen Preis, studierte in Heidelberg Chemie und Biochemie und promovierte 1987 bei Rolf Gleiter über Through-Bond-Wechselwirkungen in gespannten Kohlenwasserstoffen. Nach einem Forschungsaufenthalt an der Monash University in Melbourne, Australien, wechselte er in das europäische Patentwesen.
Hannelore Louise Kissler, Pharmareferentin für 1,4-Dihydropyridine und andere Calciumkanal-Antagonisten, hat ihren Gatten seit Heidelberger Tagen auf dem gemeinsamen Lebensweg begleitet.

Das Paar ist neben der lateinischen auch in mehreren modernen Sprachen zu Hause, teilt die Liebe zur italienischen Oper und auf naturwissenschaftlichem Gebiet das Interesse an der Molekularen Biologie und der Kosmologie. Das Paar verbindet ferner die Faszination des Wracktauchens und nicht zuletzt die Freude an raffinierten Gerichten für die kleine Sterneküche zu Hause.

Literarisches Reisegepäck:
Michel de Montaigne, Essais
Per Lagerkvist, Den fordringsfulla gästen
François-Marie Arouet, Candide ou l’optimisme
L. Annaeus Seneca, Epistulae Morales

Die Auszeichnungen

Die Stiftung zeichnet alle zwei Jahre wissenschaftliche Arbeiten aus, die eine oder mehrere der folgenden Kriterien erfüllen:

1. Symmetrie und Ästhetik in der Chemie
2. Synthese hochsymmetrischer Verbindungen in der Chemie
3. Innovative Anwendung von Symmetrie in chemischen Systemen
4. Bedeutung der Symmetrie in Molekülstrukturen
5. Bedeutung der Symmetrie in der Biochemie und der Molekularen Biologie
6. Einfluß der Symmetrie auf chemische Reaktivität und Synthese
7. Darstellung von Symmetrieprinzipien und ihrer Anwendung
8. Praktische Anwendungen der Symmetrie in der Chemie

Ferner vergibt die Stiftung einen einmaligen Preis für die erste Synthese von

1,2,3,4-all-cis-Tetravinyl-cyclobutan
2,4,6,8-Tetramethylenetricyclo [3.3.0.0 3,7] octan ("Stellatetraen")

Die erfolgreiche Synthese ist mit einem Preis von jeweils 2000 Euro dotiert.

Ausgezeichnete
2024

Marcel Bamberg, University of California, Berkeley/USA

Der Beirat

Dr. Bernhard E. Kissler (Stifter)
Prof. Dr. Ruth Bieringer, Freudenberg FST GmbH/Weinheim und GDCh-Präsidentin 2026/27
Dr. Tom Kinzel, GDCh-Geschäftsführer
Prof. Dr. Martin Oestreich, Technische Universität Berlin
Prof. Dr. Birgit Weber, Friedrich-Schiller-Universität Jena