
Carl-Duisberg-Plakette

Dr. Karl A. Reuter wurde mit der Carl-Duisberg-Plakette für seine herausragenden Verdienste um die Förderung wissenschaftlicher Kreativität in der Chemie geehrt. Mit seiner Idee, Autobiografien bedeutender Chemiker und Chemikerinnen zu publizieren, ermöglicht er insbesondere jüngeren Generationen Einblicke in den kreativen Prozess. Dank seiner Vision und seines großzügigen Mäzenatentums ist die Reihe „Lebenswerke in der Chemie“ entstanden, die den Dialog innerhalb des Fachs sowie mit benachbarten Disziplinen und zwischen Generationen und diversen Wissenschaftskulturen fördert. Sein Wirken erhöht die Sichtbarkeit der Chemie in der Öffentlichkeit und unterstützt die Ziele der GDCh.
Der Vorstand der GDCh verleiht die Carl-Duisberg-Plakette an Persönlichkeiten, die sich besondere Verdienste um die Förderung der Chemie und der Ziele der GDCh erworben haben.
Der Preis wurde 1953 von der Bayer AG, Leverkusen gestiftet und erinnert an den Namensgeber Carl Duisberg. Duisberg war ein prominenter Industriechemiker und langjähriger Vorsitzender der GDCh-Vorgängerorganisation Verein Deutscher Chemiker. Er war einer der treibenden Kräfte bei der Gründung der IG Farben und maßgeblich an der Gründung der Studienstiftung des Deutschen Volkes beteiligt.
Trotz dieser Verdiensten dürfen die dunklen Seiten in seiner Vita nicht vergessen werden: Duisberg war maßgeblich an der Vorbereitung des Einsatzes von Giftgas durch die deutschen Truppen im 1. Weltkrieg beteiligt und spielte eine unrühmliche Rolle bei der Zwangsverpflichtung und Deportation ausländischer Zivilisten für die deutsche Rüstungsindustrie.

| 2025 | Karl Reuter, Freiburg im Breisgau |
| 2019 | Christoph Meinel, Regensburg Reinhard Zellner, Duisburg-Essen |
| 2013 | Eva E. Wille, Weinheim |
| 2012 | Günther Gauglitz, Tübingen |
| 2010 | Wolfgang Flad, Stuttgart |
| 2005 | Annie Dalbéra, Paris/Frankreich Karlheinz Schmidt, Bonn |
| 2000 | Gottfried Märkl, Regensburg |
| 1997 | Heribert Offermanns, Frankfurt a. M. |
| 1993 | Ernst Biekert, Limburgerhof |
| 1992 | Eberhard Weise, Monheim |
| 1991 | Wolfgang Fritsche, Frankfurt a. M. |
| 1989 | Jan Thesing, Darmstadt |
| 1988 | Kurt Hansen, Leverkusen |
| 1986 | Karl-Ernst Quentin, München |
| 1982 | Klaus Weissermel, Frankfurt a. M. |
| 1980 | Heinrich Hellmann, Marl |
| 1977 | Wilhelm Fresenius, Wiesbaden |
| 1976 | Rolf Sammet, Frankfurt a. M. |
| 1973 | Adolf Steinhofer, Ludwigshafen |
| 1972 | Rudolf Wolf, Frankfurt a. M. |
| 1970 | Heinrich Schackmann, Duisburg |
| 1968 | Karl Winnacker, Frankfurt a. M. |
| 1965 | Carl Wurster, Ludwigshafen |
| 1963 | Wilhelm Klemm, Münster |
| 1960 | Otto Bayer, Leverkusen |
| 1958 | Ulrich Haberland, Leverkusen |
| 1956 | Ernst Kuss, Duisburg |
| 1953 | Theo Goldschmidt, Essen Karl Ziegler, Mühlheim a. d. Ruhr |
Die Auswahlkommission setzt sich aus dem aktuellen amtierenden Vorstand zusammen.